Gruppenregeln

Wir begrüßen Sie als neue Eltern in unserem Kreis und möchten Sie mit unseren Gruppenregeln vertraut machen.

  1. Wir kommen in die Gruppe, um an UNS zu arbeiten. Wir setzen uns mit Problemen auseinander, die uns der Drogenkonsum unserer Kinder bereitet.
  2. An der Sucht unserer Kinder können wir direkt nix verändern. Ich muss mich verändern, wenn sich etwas ändern soll. Nur so besteht die Chance, eine Hilfe für mein suchtkrankes Kind zu sein.
  3. Patentrezepte gibt es nicht.
    Veränderungen brauchen Zeit.
  4. Alles, was in der Gruppe an einem Abend gegenseitig an persönlichen Informationen bekannt wird, darf nicht an Außenstehende weitergegeben oder gegen Gruppenmitglieder verwendet werden. (Wir reden evtl. mit unserem Partner darüber, aber mit unseren süchtigen Kindern nie!)
  5. Wir nennen uns beim Vornamen und sagen „du“ zueinander. Dies wahrt zum einen unsere Anonymität (jeder entscheidet für sich, was er an persönlichen Daten wie Beruf, Wohnort etc. weitergeben will). Zum anderen sprechen wir in der Gruppe über sehr persönliche Dinge. Dies gelingt beim „du“ leichter.
    Es liegt an dir, was du aus der Zeit in dieser Runde für dich machst. Bestimme selbst, was du sagen möchtest.
  6. Eine regelmäßige Teilnahme an den Gruppenabenden ist hilfreich auf dem Weg zu einem gesünderen Umgang mit dem Suchtproblem. Aus den positiven wie auch negativen Erfahrungen der anderen können wir viel lernen.
    Wir versuchen, pünktlich zu unseren Treffen zu kommen, damit es zu keinen störenden Unterbrechungen kommt. Bitte Handys aus dem gleichen Grund ausschalten.
  7. Wir machen unsere Aussagen in der Ich–Form! Ich übernehme die Verantwortung für meine Worte und stehe zu meinen Aussagen. Hinter „man“ oder „wir“ kann ich mich gut verstecken; das sind alle – nur nicht ich! Und mit „wir“ rede ich für andere mit, wobei ich gar nicht weiß, ob diese das wünschen.
    Wenn ein Teilnehmer spricht, hören die andern zu.
  8. Jeder in der Gruppe hat das Recht, Störungen anzusprechen. Es ist sinnvoll, dies sofort zu tun und keinen Groll mit nach Hause zu nehmen. Ärger „unterm Teppich“ beeinträchtigt die Arbeit in der Gruppe.
  9. Wenn du jemandem etwas mitteilen willst, sprich ihn direkt an. Sprich nicht über einen Dritten und sprich nicht zur Gruppe, wenn du eigentlich einen bestimmten Menschen meinst.
  10. Kritische Aussagen sollen so formuliert werden, dass sie nicht verletzen, sondern der Betroffene etwas daraus lernen kann.
    Es ist immer besser, das zu loben, was gelungen ist, anstatt zu kritisieren, was schlecht geraten ist.
    Wir wollen uns gegenseitig ermutigen. Unser Umgang miteinander soll diszipliniert, geduldig und liebevoll sein.

Wir beginnen den Abend mit einer kurzen Namensrunde und dann lassen wir den „Neuen“ die Wahl. Du kannst zunächst nur zuhören oder wenn du willst, auch gleich erzählen.

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